Die spezielle Herausforderung
Ungefähr 18 Prozent eines Reifens besteht aus Stahl. Er befindet sich als sogenannter Drahtkern in der Reifenwulst. Beim Schreddern eines Reifens wird dieser Draht herausgetrennt. Aufgrund seiner Härte fügt er den Verschleißteilen der Zerkleinerungsmaschine erhebliche Schäden zu. Das sowie die permanent hohe Belastung der Maschine erfordern einen häufigen Wechsel der Verschleißteile. Denn nur dadurch kann der Recycler seinen Kunden ein qualitativ hochwertiges Output-Material garantieren.
Typische Probleme
Die häufigen Wechsel der Verschleißteile führen zu hohen Stillstandzeiten der Maschine und verringern deren Durchsatz. Das stellt die Unternehmen des Reifen-Recyclings vor erhebliche wirtschaftliche Probleme. Denn auf den regelmäßigen Austausch der Teile können sie nicht verzichten. Weil das von ihnen erzeugte Gummigranulat bestimmten Qualitätsansprüchen genügen muss, um z.B. für die Produktion von Bodenbelägen, Arbeitsplatzmatten oder Trittschallmatten genutzt werden zu können.
Vorteile mit CUTMETALL
CUTMETALL erfüllt mit seinen Lösungen die hohen Ansprüche im Reifen-Recycling. Die von uns weiter entwickelten Verschleißteile sind oft erheblich widerstandsfähiger als Wettbewerbsprodukte. Dadurch ermöglichen sie höhere Standzeiten und mehr Durchsatz. Mit optimierten Sieben und deren sehr feinen Lochungen stellen wir sicher, dass der Recycler seinen Kunden stets das gewünschte Output in der richtigen Größe liefern kann. Nicht zuletzt trägt CUTMETALL durch die hohe Verfügbarkeit der Verschleißteile ab Lager dazu bei, die Stillstandzeiten zu verkürzen. CUTMETALL hat Ersatz- und Verschleißteile für viele namenhafte Reifenschredder im Sortiment z.B: für MeWA Recycling, Eldan Recycling, Artech, Adelmann, BHS, THM Recycling, Herbold und mehr
Informationen zum Reifen-Recycling
Das umweltfreundliche Entsorgen von Altreifen ist eine nicht zu unterschätzende ökologische Herausforderung. Das belegen folgende Zahlen. Allein in Deutschland fallen jährlich rund 600.000 Tonnen Altreifen* an. Geht man von einem durchschnittlichen Materialgewicht von zehn Kilogramm pro Pkw-Reifen aus, entspräche das der Menge von 60 Millionen zu entsorgender Pneus. 

Rund 35.000 Tonnen der in Deutschland angefallen Gebrauchtreifen werden entweder weiter genutzt, weil ihre Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern noch nicht erreicht ist, oder runderneuert. Gut 115.000 Tonnen Altreifen werden exportiert und in den Zielländern ebenfalls entweder weiter abgefahren oder runderneuert. 

Die verbleibenden 450.000 Tonnen Altreifen verarbeiten Fachbetriebe entweder zu Gummimehl und -granulat. Oder sie werden von Industrie-Unternehmen thermisch entsorgt, also für den Energiegewinn verbrannt.

Stoffliche Verwertung

Rund 236.000 Tonnen Altreifen werden zu Gummigranulat und Gummimehl verarbeitet. Das erfordert technisches Know-how und moderne Anlagen. Denn die Pneus bestehen nicht allein aus Gummi, sondern zudem aus Metall und Textilfasern. Diese Wertstoffe müssen voneinander getrennt werden. Dies geschieht in drei Schritten:

Zunächst findet in den Rotorscheren oder im Zweischwellen-Schredder das Vorzerkleinern der Reifen auf Reifenschnitzel von 50 bis 150 mm Länge statt. Im Granulator erfolgen daraufhin der Aufschluss und die Nachzerkleinerung dieser Schnitzel. Durch Schneiden, Reißen und Quetschen wird das Mahlgut auf eine Größe von 5 bis 10 mm zerkleinert. Nach dem Entfernen von Textilfasern und Stahl wird das Gummigranulat im dritten Schritt auf das gewünschte Maß vermahlen.

Granulat und Mehl haben vielfältige Einsatzgebiete. So im Straßenbau. Fort sorgen sie als Asphaltbeimischung für höhere Stabilität und Flexibilität. Auf Sport- und Spielplätzen wird das Material für gelenkschonende Laufbahnen oder als Fallschutz eingesetzt. Außerdem wird es zur Produktion von Dichtungen, Ummantelungen, Klebemitteln, Füllstoffen und Schuhsohlen verwendet. 

Thermische Entsorgung
Rund 214.000 Tonnen Altreifen werden als Brennstoffersatz in Zementwerken, Zellstoffwerken und Kraftwerken genutzt. Die brennbaren Elemente wie Textil, Gummi und Ruß dienen der Energieerzeugung, während die nicht-brennbaren Metalle vollständig oxidieren und in der Zementproduktion eingesetzt werden.

*Quellen: wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. Frankfurt/Main, Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV), Bonn, European Tyre and Rubber Manufacturers' Association (ETRMA), Brüssel
 
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