Die spezielle Herausforderung
In Deutschland entstehen in den Privathaushalten jährlich rund 5,2 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Gros dieser Abfälle landet in den gelben Säcken und Tonnen. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Materialien wie Weich- und Hartplastik, Kunststoffverpackungen und Folien, aber auch Aluminium und weitere störende Bestandteile. Ebenso befinden sich derartige Störstoffe in den Ballen, in denen vorsortierter Plastikmüll für das Recycling bei den Entsorgungsbetrieben angeliefert wird. Obwohl die jeweilige Zusammensetzung des Inputmaterials eine enorme Spannbreite ausweist, muss es dem Kunststoff-Recycler gelingen, daraus ein Outputmaterial zu fertigen, das den präzisen Vorgaben seiner Kunden entspricht. Um das sicherzustellen, müssen die Maschinen häufig angehalten werden, um sie mit jenen Messern und Sieben zu bestücken, die auf das Verarbeiten des jeweiligen Inputs ausgerichtet sind. Doch jeder Stillstand kostet Zeit und Geld.
Typische Probleme
Mit vier Problemen werden Entsorgungsbetriebe beim Recyceln von Kunststoffabfällen häufig konfrontiert:

1. Plastikmüll ist feucht. Denn in den Flaschen und Behältern befinden sich meist Restflüssigkeiten. Darunter Stoffe wie WC-Reiniger, die mit anderen Flüssigkeiten chemisch reagieren. Die sich dabei bildenden Säuren und Dämpfe lassen die Maschinenteile rosten.

2. Maschinen im Kunststoffbereich reversieren häufiger. Das bedeutet, die Messer arbeiten abwechselnd einige Minuten in eine Richtung, und daraufhin einige Minuten in die entgegengesetzte Richtung. Infolge des häufigen Richtungswechsels verschleißen die Befestigungsschrauben der Messerhalter schneller. Das erschwert das Lösen der Messer.

3. Das Inputmaterial ist vielfältig. Das erfordert den Einsatz unterschiedlicher Maschinenmesser und Siebe, die auf das jeweilige Inputmaterial abgestimmt sind. Ein Beispiel: Das Zerteilen von Stretchfolien mit ungeeigneten Messern führt dazu, dass größere Teile der Folien abgerissen, aber nicht zerschnitten werden. Das Resultat ist ein Output von geringerer Qualität. Denn die größeren Teile erweisen sich für die nachgelagerte Verarbeitung des Plastik-Granulats als Problem.

4. Werden vorsortierte Kunststoffballen vom Bediener der Maschine nicht korrekt in die Kunststoffmühle aufgegeben, führt dies zu Problemen. Insbesondere dann, wenn die Ballen noch nicht von den Drähten befreit waren, die sie zusammenhalten.
Vorteile der CUTMETALL Produkte
Für jedes der geschilderten Probleme bietet CUTMETALL seinen Kunden wirkungsvolle Lösungen an.

1. Rostige Maschinenteile
Um hier Abhilfe zu schaffen, entwickelte CUTMETALL Reparaturkits. Dabei handelt es sich um Bleche, die eingeschweißt werden, ohne dass dafür ein Großteil der Maschine auseinandergenommen werden muss.

2. Reversierende Maschinen
Für diese Maschinen konstruierte CUTMETALL Messerhalter, in denen die Schrauben besser geschützt sind.

3. Vielfältiger Input
Für das Kunststoff-Recycling hat die CUTMETALL plus Carbide Germany GmbH spezielle Lösungen entwickelt: Industriemesser mit ein- oder mehrteilig gelöteten Hartmetallschneiden, ausgelegt auf das Zerkleinern besonders abrasiver Materialien.

Das Trägermaterial dieser extrem verschleißfesten Hartmetallmesser ist ein besonders vergüteter Werkzeugstahl. Die Inlays werden hart eingelötet. Dadurch bleibt der Basisaufbau flexibel, während der Messerkörper sich widerstandsfähig gegen starke Belastungen zeigt. Darüber hinaus bearbeitet CUTMETALL plus die Maschinenmesser im Diamantschleifverfahren. Diese Oberflächenbehandlung ermöglicht eine hohe Schnitthaltigkeit selbst bei intensiver Beanspruchung.

Mit hochverschleißfesten Rotor- und Stratormessern (Schneidkronen, Block-, Granulier- und Flachmesser) sowie besonders verschleißfesten Sieben ausgestattet, liefern die Maschinen über einen längeren Zeitraum ein homogenes Schnittgut. Zugleich minimiert die reduzierte Zahl der erforderlichen Messerwechsel die Stillstrandzeiten der Maschinen. Daraus folgen eine höhere Produktionsauslastung, eine gesteigerte Qualität des Outputs sowie konstante Schüttdichten.

Aber auch die Maschinen selbst profitieren von den CUTMETALL Produkten: Deren Einsatz reduziert Maschinenvibrationen, senkt die Geräuschentwicklung, drosselt den Energieverbrauch, verringert die Temperaturentwicklung, mindert die Staubbelastung und verlängert die Wartungsintervalle.

4. Probleme mit Kunststoffballen
CUTMETALL bietet nicht nur Produkte an. Treten beim Kunden Probleme auf, beispielsweise beim Verarbeiten von Kunststoffballen, analysieren Spezialisten des Unternehmens die Arbeitsprozesse vor Ort und beraten den Kunden daraufhin gezielt.

Doch damit endet das Leistungsspektrum von CUTMETALL noch nicht. Sollte ein Kunde wiederkehrende Probleme mit einem Maschinentyp haben, entwickeln Spezialisten eigenständig oder gemeinsam mit dem Auftraggeber Lösungen, um das Problem zu beseitigen und den Arbeitsprozess zu optimieren.

Dabei geht das Unternehmen gezielt auf Kundenwünsche ein und konstruiert individuelle Konfigurationen, um den speziellen Anforderungen des Entsorgungsbetriebs zu genügen. So kreierte CUTMETALL für Maschinen im Kunststoff-Recycling Messer mit einer veränderten Geometrie. Dabei sind die Spitzen tiefer ausgedreht, was ein aggressiveres Einzugsverhalten ermöglicht. Aufgrund dieser Geometrie laufen die Schredder freier und besser. Zudem verstopfen sie nicht so schnell.

Nicht zuletzt wissen die Verantwortlichen bei CUTMETALL: Viele Kunststoff-Recycler setzen mehrere Maschinen unterschiedlicher Hersteller ein. Aus diesem Grund hält das Unternehmen für sie ein umfangreiches Produktportfolio bereit. Bei CUTMETALL erhalten Kunden alle benötigten Ersatz- und Verschleißteile aus einer Hand. In vielfältigen Härtegraden, Größen und Geometrien.
Informationen zur Plastik-Recycling-Branche
Das Wiederverwerten von Kunststoffabfällen hat Konjunktur. Dafür gibt es drei Gründe*: 1.) Das seit Jahren stark ansteigende Aufkommen von Verpackungsmüll, 2.) der zunehmende Anteil von Mikroplastik in den Ozeanen sowie 3.) der von China verhängte weitgehende Importstopp von Plastikabfällen. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, entwickelte die EU-Kommission eine Kunststoffabfall-Strategie, die 2018 in Kraft trat und den Umgang mit Kunststoffen neu regelt. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist das Erhöhen des sogenannten werkstofflichen Verwertungsanteils von Plastik aus den privaten Haushalten.

Dazu muss man wissen: Es gibt drei gängige Methoden des Kunststoff-Recyclings:

Werkstoffliches Recycling
33 Prozent der Kunststoffabfälle in Deutschland werden werkstofflich aufbereitet. Das bedeutet: Entsorgungsbetriebe zerkleinern, reinigen und sortieren das Altplastik. Im Anschluss werden die Kunststoffteile bei hoher Temperatur geschmolzen und neu aufbereitet. Für diese Methode eignen sich nur thermoplastische Kunststoffe, also Kunststoffe, die sich in einem bestimmten Temperaturbereich verformen lassen.

Energetisches Recycling
Mit 44 Prozent hat das energetische Recycling den größten Anteil an der Kunststoff-Wiederverwertung. Das Altplastik wird verbrannt und die dabei frei werdende Energie genutzt. Insbesondere verschmutzte und vermischte Materialien lassen sich auf diese Weise wirkungsvoll wiederverwerten.

Rohstoffliches Recycling
Der Anteil des rohstofflichen Recyclings bei der Wiederverwertung liegt bei nur einem Prozent. Bei diesem Verfahren werden durch chemische Prozesse komplexe Moleküle (Polymerketten) im Kunststoff aufgespalten. Dabei entstehen einfache Moleküle (Monomere), Öle und Gase, die zu neuen Kunststoffen verarbeitet werden können.
Mit ihrer Kunststoffabfall-Strategie will die Europäische Union das Plastik-Recycling zu einem lohnenden Geschäft machen: Neue Vorschriften für Verpackungen haben das Ziel, die Recyclingfähigkeit von Kunststoffen zu verbessern und die Nachfrage nach recyceltem Plastik, Rezyklat genannt, zu erhöhen. Weil zudem mehr Kunststoff gesammelt wird, steht auch das Einrichten besserer und größerer Recyclinganlagen auf dem Programm. Parallel dazu wird ein verbessertes standardisiertes System für das getrennte Sammeln und Sortieren von Abfällen in der gesamten EU geschaffen.

*Quellen: Karlsruher Institut für Technologie KIT / PLASTIKATLAS 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), beide Berlin / Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau