Die spezielle Herausforderung
Die EBS-Hersteller bereiten sehr unterschiedliche Abfallarten zu Brennstoff auf, darunter Sortierreste vom Dualen System Deutschland sowie Hausmüll, Produktions-, Gewerbe- und Siedlungsabfälle. Die jeweilige Zusammensetzung des Inputmaterials weist eine enorme Spannbreite aus. Und dennoch muss es einem EBS-Hersteller gelingen, daraus ein Outputmaterial zu fertigen, das die präzisen Vorgaben seiner Kunden erfüllt.

So darf der Chloranteil eines Ersatzbrennstoffs für Zementwerke einen definierten Grenzwert nicht überschreiten. Außerdem muss der EBS einen konstanten Brennwert aufweisen, um Kohle und Öl adäquat ersetzen zu können. Denn sollte der Brennwert des gelieferten EBS ständig schwanken, würde dies z.B. im Zementwerk beträchtliche Produktionsprobleme hervorrufen. Auch hinsichtlich der Größe des Outputmaterials, Fluff genannt, hat jedes Zementwerk und jedes EBS-Kraftwerk seine individuellen Anforderungen.

Das erfordert von den EBS-Herstellern, ihre Maschinen immer wieder auf die Eigenschaften des jeweiligen Inputmaterials auszurichten. Daraus resultiert ein häufiger Wechsel von Maschinenmessern und Sieben. Denn nur auf diese Weise kann der Hersteller seinen Kunden ein qualitativ hochwertiges Output-Material garantieren.
Typische Probleme
Die 2017 novellierte Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) schreibt unter anderem das getrennte Erfassen von stofflich verwertbaren Abfällen vor, um das Recycling zu stärken. Infolgedessen wird seither den Abfällen in den Sortieranlagen  mehr brennbares Material entzogen, bevor sie zum EBS-Hersteller gelangen.

Die dortigen Anlagen laufen an sechs Tagen rund um die Uhr, um die Zement- und Kalkwerke wie auch die EBS-Kraftwerke kontinuierlich mit den benötigten Ersatzbrennstoffen in der vorgegebenen Qualität zu versorgen. Weil das Inputmaterial sehr inhomogen ist, können die EBS-Hersteller ihre Maschinen nicht dauerhaft materialspezifisch abstimmen. Folglich sind häufige Wechsel der Maschinenmesser erforderlich.

Aber selbst dann kommt es immer wieder vor, dass Störstoffe die Messer beschädigen. In beiden Fällen muss die Produktion gestoppt werden. Doch jeder Stillstand der Maschinen bedeutet für den Anlagenbetreiber den Verlust von barem Geld. Ein weiteres Problem: Die Abfälle sind oft feucht. Das kann zu Rostschäden an Verschleißteilen sowie an den Seitenwänden der Maschinen führen.
Die Vorteile von CUTMETALL
Für jedes Inputmaterial hält CUTMETALL die passenden Messer, Messerhalter und Siebe bereit, damit der EBS-Hersteller das geforderte Outputmaterial produzieren kann. Doch CUTMETALL bietet nicht einfach Produkte an. Vielmehr analysieren Spezialisten des Unternehmens die individuellen Arbeitsprozesse bei einem Kunden und beraten ihn daraufhin gezielt, welche Ersatz- und Verschleißteile er für welche Maschinen und welches Inputmaterial benötigt. Doch auch damit endet das Leistungsspektrum von CUTMETALL noch nicht.

Sollte ein Kunde wiederkehrende Probleme mit einem Maschinentyp haben, entwickeln Spezialisten eigenständig oder gemeinsam mit dem Auftraggeber Lösungen, um das Problem zu beseitigen und den Arbeitsprozess zu optimieren. Auf diese Weise entstanden unter anderem das CUTMETALL Hohlkehlmesser mit spezieller Geometrie sowie prozessoptimierte Messerhalter, Siebe und zahlreiche weitere exklusive CUTMETALL Produkte, welche die Originalhersteller der Maschinen nicht anbieten. Der Einsatz neu entwickelter Komponenten und härterer Materialien erhöht die Schneidleistung der Messer sowie die Haltbarkeit weiterer Ersatz- und Verschleißteile. Daraus resultieren längere Standzeiten und ein erhöhter Durchsatz der Maschinen.

Weil die Verschleißteile dem jeweiligen Maschinentyp und den zu verarbeitenden Stoffen angepasst sind, lassen sie sich einfach austauschen, was die Stillstandzeiten nochmals reduziert. Ein weiterer Vorteil: Im CUTMETALL Online-Shop kann jeder Kunde sogleich sehen, welche Teile für seine Maschinen am Lager verfügbar sind. Mit seinen Komplettlösungen für die Vor- und Nachzerkleinerung erfüllt CUTMETALL die hohen Ansprüche der Ersatzbrennstoff-Hersteller und ermöglicht reibungslose Prozessabläufe sowie eine optimierte Leistungsbilanz
Informationen zur Ersatzbrennstoff-Branche
Seit Ende der 1970er Jahre stellen in Deutschland Entsorgungs-Fachbetriebe aus Abfallgemischen Brennstoffe her. Diese werden unter dem Oberbegriff Ersatzbrennstoff zusammengefasst. Er gliedert sich in Brennstoffe, die a) mit anderen Materialien verbrannt oder b) in speziellen Ersatzbrennstoff-Kraftwerken einer sogenannten Monoverbrennung zugeführt werden.

Experten unterscheiden darüber hinaus zwischen heizwertreichen Fraktionen und Sekundärbrennstoffen (SBS). Die heizwertreichen Fraktionen haben höhere Heizwerte als das Abfallgemisch, aus denen sie gewonnen werden. Als Sekundärbrennstoffe werden jene Brennstoffe bezeichnet, die durch eine spezielle und anspruchsvolle Aufbereitung heizwertreicher Fraktionen des Siedlungsabfalls produziert werden. Bei Siedlungsabfall handelt es sich um Müll aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen sowie hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie.

Die Herstellung

Ersatzbrennstoffe sind das Ergebnis eines aufwendigen Herstellungsverfahrens. Es lässt sich in folgende Prozess-Schritte gliedern:

1) Kontrolle und Vorsortierung Im ersten Schritt werden die Abfälle von groben Schwer- oder Störstoffen befreit.

2) Grobzerkleinerung und Siebklassierung Das Material wird anschließend zerkleinert und durch eine erste Siebstufe klassiert. Das befreit den Stoffstrom von Feinmaterial mit einem hohen Mineralikanteil, der im weiteren Verwertungsprozess zu beträchtlichen Aschegehalten führen kann.

3) Sortierung Spezielle Sortiertechnologien reichern den Stoffstrom mit heizwertreichen Bestandteilen an, um einen definierten Energiegehalt zu erzielen. Gleichzeitig werden schadstoffhaltige Bestandteilen abgetrennt, um eine schadlose Verwertung zu gewährleisten.

4) Metallabtrennung Mit Magnet – und Wirbelstromabscheidern werden Eisen- und Nicht-Eisen Metalle abgetrennt und anschließend recycelt.

5) Sichtung Während zusätzlicher Sichterstufen werden Schwer- und Leichtgut sowie flächige und rollende Materialien getrennt. Optische Sortiertechniken ermöglichen sowohl eine Positiv-Sortierung, also das gezielte Abtrennen von heizwertreichen Bestandteilen, als auch eine Negativ-Sortierung, bei der Störstoffe entfernt werden. Was bleibt, ist ein Materialstrom mit definierten Eigenschaften.

6) Konfektionierung Der letzte Schritt besteht zumeist aus einer Feinzerkleinerungsstufe und gegebenenfalls einer Anpelletierung.

Sekundärbrennstoffe müssen definierten Qualitätsansprüchen genügen, um eine hochwertige Verwertung sicherzustellen. Konkret haben gütegesicherte SBS eine Korngröße kleiner als 30 mm aufzuweisen. Sie werden in Kraft-, Zement- und Kalkwerken mitverbrannt. Dabei ersetzen sie fossile Energieträger wie Öl und Gas.

Marktentwicklung

Das Nutzen der in Abfällen enthaltenen Energie hat in den vergangenen 40 Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Denn das Verbrennen von EBS schont nicht nur fossile Energieträger. Zudem werden Eisen und andere Metalle vom Müll getrennt und können recycelt werden. Darüber hinaus trägt der Einsatz von Ersatzbrennstoffen erheblich zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Ein Beispiel: Wird eine Tonne SBS verbrannt, so entsteht dabei bis zu vier Mal weniger CO2 als beim Verbrennen einer Tonne unbehandelter Abfälle*. Nicht zuletzt werden Flächen für Mülldeponien eingespart.

Nach Angaben der unten angeführten Fachverbände werden qualitativ hochwertige Ersatzbrennstoffe in Deutschland stark nachgefragt. Darüber hinaus herrscht auch in osteuropäischen EU-Ländern ein guter Markt für die EBS.

* Quellen: Bundesgütergemeinschaft Sekundärbrennstoffe und Recyclingholz (BGS), Münster, / Fachverband Ersatzbrennstoffe, Altholz und Biogene Abfälle (bvse), Bonn, / Statistisches Bundesamt, Wiesbaden.
Verwendete Produkte